MEIN KOH SAMUI

Koh Samui ist “meine” Insel im Golf von Thailand
Tipps und Tricks für eine Reise durch die Insel

Ich kann sie riechen, meine Insel. Jedes Mal wenn ich hierherkomme erkenne ich sie am Geruch. Sie riecht anders. Eigen. Genauso wie Tokio, Bangkok oder Vancouver ihren eigenen Geruch haben. Meine Insel? Das ist Koh Samui, meine erste große asiatische Liebe. Weiße Strände, blaues Meer, sattgrüne Kokospalmen.

Lange ist es her dass ich zum ersten Mal dort landete. Aber nicht mit dem Flugzeug, das konnte ich mir damals nicht leisten. Ich kam mit der Fähre von Surat Thani. Einer der vielen Backpacker, die 1992 den beschwerlichen und abenteuerlichen Weg von Bangkok nach Samui mit dem Bus oder dem Zug hinter sich brachten.
12 Stunden Busfahrt, „Aircondition always running, very nice!“! sagte die Verkäuferin am Ticketschalter. Gefriergetrocknet stieg ich aus.

Nach dieser Fahrt beschloss ich, mich nie mehr über Hitze zu beschweren.

Danach runter zum Pier und rauf auf die Fähre, am Horizont lockte das Paradies. Doch der Weg übers Meer war anstrengend. Hoher Wellengang, das Boot stampfte durch die Wellen und die meisten Passagiere kotzten sich die Seele aus dem Leib. Es stank bestialisch an Bord, raus konnte und wollte keiner, der Wind war zu stark, die Wellen zu hoch. Und dann, endlich in Nathon, raus aus dem Boot, rauf auf´s Pier und frische Luft einsaugen. Es war fantastisch. Nie mehr in meinem Leben werde ich den Duft Samuis vergessen.

23 Jahre und viele Reisen nach Samui später.

Vor mir steht ein Orangensaft, verpackt in einem Plastikbecher dessen Deckel sich mir entgegenwölbt.
Nein, der Saft ist nicht verdorben. Ich sitze im Flugzeug von Phuket nach Samui. Auf dem knapp einstündigen Flug serviert Bangkok Air einen kleinen Snack Und dabei ist immer der berühmt berüchtigte Orangensaft, von dem ich mich frage wie man es schafft, Orangensaft solch einen seltsamen Geschmack zu geben.

Egal, meine Insel wartet auf mich und zehn Minuten später lande ich in Samui. Als ich die Gangway zum Vorfeld heruntersteige weiß ich, es kann nur Samui sein. Sie reicht noch immer so wie vor 23 Jahren, aber ihr Aussehen hat sich verändert. Aus dem Flugzeug erkennt man sehr gut, die vielen neu gebauten Resorts. Große Anlagen, schicke Bungalows, Pools. Selbst da, wo früher nur Palmen standen und steile Felsen ins Meer abfielen finden sich Urlaubsresorts.

Parallelen zu Mallorca kommen mir in den Sinn. Auch dort wurde vieles dem Tourismus geopfert. Viele sagen, dass Samui das Mallorca Asiens sei und einige meiner Freunde haben Samui den Rücken gekehrt, weil es nicht mehr die Insel ist, die sie mal war. Schade eigentlich, denn trotz der vielen Veränderungen ist Samui in meinen Augen immer noch die liebens- und lebenswerte Insel mit ihren freundlichen Einwohnern geblieben. Sicher, der Tourismus hat seine Spuren hinterlassen. Chaweng ist dafür ein berühmt berüchtigtes Beispiel, aber noch immer hat Samui seine stillen Ecken, seine ruhigen Strände und überall dieses großartige Thaifood in kleinen Restaurants an der Straße.

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